Wissenschaftsorganisationen verabschieden Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten

Am 24. Juni 2010 verabschiedete die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen „Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten“. Auszug aus der Pressemitteilung:

„Qualitätsgesicherte Forschungsdaten bilden die Grundlage wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns. Allein in Deutschland kostet es mehrere Milliarden Euro pro Jahr, diese Ergebnisse zu erstellen. Ein großer Teil dieser Daten wird jedoch von Forschenden oder Arbeitsgruppen nach Abschluss ihrer Vorhaben nicht angemessen dauerhaft archiviert und ist daher einer späteren Wiederverwertung nicht mehr zugänglich. Hinzu kommt, dass mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Methoden Daten in enormen Umfang erzeugt werden und adäquate informationsfachliche Methoden sowie die erforderlichen Infrastrukturen nicht ausreichend zur Verfügung stehen.“

Der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen gehören an: die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sowie die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.

Die Grundsätze wurden im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ erarbeitet. Folgende Themenfelder werden aufgegriffen:

  • Sicherung und Zugänglichkeit
  • Unterschiede der wissenschaftlichen Disziplinen
  • Wissenschaftliche Anerkennung
  • Lehre und Qualifizierung
  • Verwendung von Standards
  • Entwicklung von Infrastrukturen

Spätestens seit der Veröffentlichung der „Principles and Guidelines for Access to Research Data from Public Founding” (PDF) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2007, in denen die Steigerung des gesellschaftlichen Nutzens durch frei zugängliche Forschungsdaten betont wird, wird die Forderung nach einem zeitgemäßen Umgang mit Forschungsdaten weltweit diskutiert. Die Helmholtz-Gemeinschaft und damit auch das GFZ fördern diese Diskussion durch vielfältige Aktivitäten.

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