SpringerOpen

Open Access und “tradionelle” Verlage

“… discourse on open access publishing has begun to embrace the genius of the AND, leaving behind the tyranny of the OR that has earlier been infused in open access dialogue. The most apparent evidence of this in my mind is the growing number of mixed model publishers – traditional subscription publishers who have launched, or who are preparing to launch, open access journals programs. A well-known example is Springer, who announced the launch of Springer Open earlier this year.”

(Caroline Sutton, President Open Access Scholarly Publishers Association – http://oaspa.org/blog/2010/08/25/coasp-2010-wrap-up/)

Springer hat bereits 2008 mit dem Kauf des größten Open Access-Verlages Biomed Central für Aufsehen gesorgt. Inzwischen ist der Verlag, als einer der größten Spieler auf dem Markt wissenschaftlicher Zeitschriften, noch einen Schritt weiter gegangen. Kürzlich wurde Springer Open (http://www.springeropen.com/) aus der Taufe gehoben.

Damit hat Springer den entscheidenden Schritt getan, um sich vom problematischen hybriden Geschäftsmodell (Open Choice) zu verabschieden und begonnen ein Portfolio von originären Open Access-Zeitschriften zu schaffen, das gleichberechtigt neben dem traditionellen Modell der Subskription steht.

Die Bibliothek hat von der Beteiligung am hybriden Modell (Open Choice) immer abgeraten, da dies eine Doppelbezahlung durch das Institut zur Folge hätte: Publikationsgebühr für den Artikel plus Subskriptionskosten.

Wenn SpringerOpen nun Zeitschriften im goldenen Geschäftsmodell anbietet, so werden nur noch Publikationsgebühren für den zu veröffentlichenden Artikel fällig, alle Rechte bleiben beim Autoren (“Authors retain copyright under the Creative Commons Attribution License”).

Aus diesem Grund haben die Bibliotheken der Helmholtz-Zentren, begleitet durch das Open Access-Projekt, einen Vertrag zu SpringerOpen abgeschlossen, d.h. die Publikationsgebühren  werden über die Bibliotheken finanziert, das Prozedere für die Autoren erleichtert.

Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft

Es bleibt abzuwarten, ob Springer nun tatsächlich weitere hochwertige Zeitschriften auf SpringerOpen veröffentlicht und vor allem,  wann die erste Springerzeitschrift vom traditionellen Geschäftsmodell zu SpringerOpen wechselt.

Vielleicht können die Herausgeber dieser Zeitschriften hier treibende Kräfte sein.

„Maximize research usage and impact by maximizing user access to it.“

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