Online-Zeitschriften und Aggregatoren immer wichtiger

Nach einer Studie des Research Information Network zur Literaturnutzung britischer Forscher sind Online-Zeitschriften das Nonplusultra in Sachen Literaturversorgung. Nur wenige Forscher gaben an, dass Sie in letzter Zeit einen wichtigen Artikel in einer gedruckten Zeitschrift gefunden haben.

Zu den Vorteilen von Online-Zeitschriften zählen die britischen Forscher die Verfügbarkeit rund um die Uhr auch außerhalb normaler Bürozeiten, wobei „normale Bürozeiten“ eher für Heiterkeit unter den Befragten sorgte (s.a. Zugriff auf elektronische Zeitschriften und Datenbanken von außerhalb des GFZ).

Ein weiterer interessanter Punkt, neben vielen anderen Ergebnissen dieser Studie, ist die Feststellung, dass der Zugang zu Artikeln eher über Informations-Aggregatoren wie Web of Science, PubMed oder GoogleScholar erfolgt, als über Verlagshomepages oder Google. Der Zugriff auf Artikelebene ist also immer wichtiger als über die Zeitschrift oder Quelle.

Bereits jetzt werden Zeitschriftenartikel in die Bibliotheksuchmaschine ALBERT integriert. Dessen stark überarbeitete Version 2.0 wird ab Herbst starten und neueste Artikel von > 700 Zeitschriften aus RSS Feeds aggregieren sowie 5.000.000 Artikel der DFG-Nationallizenzen beinhalten.

Generell haben Forscher heute das Gefühl, dass zu viele Informationen produziert werden. Die Fülle von Artikeln bindet zu viel Zeit, als dass eine umfassende Lektüre möglich wäre. Als Folge würde das sogenannte „Skimming and Dipping“ immer häufiger.

Quelle: Scholarly Kitchen

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