Der Wert der Bilder

Die grossen Verlage sehen ihre elektronischen Plattformen längst nicht mehr nur als Orte, über die Zeitschriftenartikel vertrieben werden.  Der traditionelle Inhalt “Zeitschriftenartikel” ist eher das Lockmittel mit denen Nutzer an die Plattformen gebunden werden sollen. So nehmen viele Wissenschaftler erfahrungsgemäß beispielsweise “ScienceDirect” eher als informatives Datenbankangebot wahr, denn als Verkaufs- und Vertriebsplattform für Zeitschriften des Verlages Elsevier. Die darin liegende Beschränkung auf von Elsevier verlegte Zeitschriften ist nicht sofort erkennbar.

Mehr und mehr gehen die Verlage nun dazu über auch den Kerninhalt “Zeitschriftenartikel” weiter auszuwerten und daraus Mehrwertdienste zu generieren, die teils dann wieder kostenpflichtig angeboten werden.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Image search allows users to search across an estimated eight million images (and growing) from both journal and book content published post 1994.

Elsevier bietet nun eine Suche nach grafischen Darstellungen und Bildern in den Artikeln auf der Plattform Science Direct an. Dies ist für Institutionen, die Zeitschriften subskribiert haben, integriert in die Standardsuchmöglichkeiten.

Springer war ein Jahr voraus und hat einen separaten Dienst aufgebaut: Springer Images.

… provides a new way to access hard-to-find scientific content of the utmost value to researchers: images.

Hier ist allerdings nur ein Zehntel der Bilder zugänglich, nämlich diejenigen, die unter einer offenen Lizenz wie Creative Commons stehen, für einen Gesamtzugang möchte Springer extra verdienen.

Extra verdienen möchte Elsevier dagegen auch mit seinem Dienst “Geofacets“.

… geoscientists can search for information geographically, find relevant, georeferenced maps with speed, and instantly integrate data into GIS and presentation software.In short, Geofacets streamlines the process of synthesizing information – allowing you to spend more time on analysis and interpretation.Tens of thousands of maps from Elsevier’s trusted earth science journals are available …

Die Anbieter von Fachdatenbanken, bisher “nur” Lieferanten von Metadaten zu wissenschaftlichen Referenzen haben auf diesen Trend reagiert. So bietet  GeoRef, die grosse geowissenschaftliche Fachdatenbank, neuerdings Deep Indexing:

… Earth Sciences Supplements the GeoRef Database and select related files with access to deep indexing for tables, figures, graphs, charts and other illustrations from the scholarly research and technical literature for selected records.
Over 1,959,330 tables and figures – Deep Indexing captures and categorizes data, variables and other content represented in tables, maps, photographs and other figures which are typically embedded in scholarly publications and previously undiscoverable when searching publications — with ProQuest’s Deep Indexing technology assigning an average of 8 index terms per image.  Applicable journal article records are further enhanced with thumbnails showing the objects contained within that article indicating a Deep Indexing result and giving a quick preview of the image(s) …

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Durch die Vergabe von Creative Commons-Lizenzen für die Abbildungen in Ihren Artikeln, gewährleisten Sie den offenen Zugang und klare Regeln zur Nachnutzung Ihrer Quellen. Die Bibliothek hilft Ihnen gerne weiter.

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