Lizenzierung von Forschungsdaten

Mit dem wachsenden Interesse am offenen Zugang zu Forschungsdaten wird es immer dringlicher, eine Regelung für die offene Frage der Urheber- und Verwertungsrechte an Forschungsdaten zu finden. Urheberrechte, und daraus abgeleitete Verwertungsrechte, sind selbst in etablierten Medien ein Minenfeld. Ein Grundprinzip des Urheberrechts ist die sog. “Schöpfungshöhe” als Maß für die Schutzwürdigkeit eines “Werks”. Das schöne Wort “Schöpfungshöhe” kann hier als “Originalität” oder “Kreativität” des Werks verstanden werden. Wie dieses Prinzip auf Forschungsdaten anzuwenden ist, ist unklar.

Ungeachtet dessen ist es möglich, dass Daten mit einer Nutzungsvereinbarung weitergegeben werden. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten, damit eventuell bestehende Rechte Dritter nicht verletzt werden und für die Nachnutzung der Daten keine unnötigen Hürden aufgebaut werden. Zudem sollten sich die Lizenzbedingungen an den kulturell etablierten Normen der wissenschaftlichen Literatur orientieren.

Eine sehr gut lesbare und hilfreiche Handreichung zur Lizenzierung von Forschungsdaten wurde jetzt vom Digital Curation Centre (Edinburgh) in Zusammenarbeit mit JISC Legal herausgegeben:

Ball, A. (2011), How to License Research Data, JISC How-to Guides, Digital Curation Centre, Edinburgh, UK.  http://www.dcc.ac.uk/resources/how-guides/license-research-data

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