Book Citation Index – neue Unübersichtlichkeit?

Thomson Reuters gibt die bekannten Citation Indices heraus und hatte lange Jahre ein Monopol auf diese Art von Werkzeug zur Zitatanalyse, das erst durch Elsevier’s Scopus gebrochen wurde. Auf der Plattform “Web of Science” wurden bisher, neben anderen Fachdatenbanken diese Indices zum Kauf angeboten:

Science Citation Index (SCI)
Social Sciences Citation Index (SSCI)
Arts & Humanities Citation Index (AHCI)
Vor einigen Jahren ist auch ein Index für Proceedings hinzugekommen, der
Conference Proceedings Citation Index (CPCI)

Seit längerer Zeit angekündigt, hat Thomson Reuters nun aktuell den Book Citation Index (BKCI) veröffentlicht.
Bisher werden darin nur 25000 Bücher mit deutlichem Schwerpunkt auf Sozial- und Geisteswissenschaften ausgewertet. Pro Jahr sollen ca. 10.000 Bücher hinzukommen.
Geowissenschaften kommen bisher nur nachgeordnet vor, aber die “Geological Society Special Publication”-Reihe der Geological Society, London wird beispielsweise ausgewertet.

Ein Factsheet wirbt für dieses Produkt.


War es bisher schon wichtig, genau hin zu sehen, aus welchen Indices sich eine Zitatzahl speiste, wird es in Zukunft noch wichtiger werden, nachzufragen: SCI und/oder SSCI und/oder AHCI und/oder CPCI und nun noch BKCI. Oder kommt die Zahl doch aus Scopus?

Faktisch heißt das: mit der Einführung des Book Citation Indexes erhöhen sich die angezeigten Zitathäufigkeiten, bei den H-Indices wird es oft einen Sprung geben, da – auch wenn der Book Citation Index nicht abonniert ist – die dort gefundenen Zitate in die Zählung einbezogen werden.
Thomson Reuters schreibt dazu:

“You may notice an increase in citation counts for some of your articles. This is because some articles have been cited by books within Book Citation Index. You can view Book Citation Index citation counts in the citation summary table.”

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