Publikationsdienste als expandierende Schlüsselqualifikation wissenschaftlicher Bibliotheken identifiziert, sagt US-Studie

Eine einjährige Untersuchung in den USA kommt zu dem Ergebnis, dass Services rund ums Publizieren zukünftig sich ausweitende und professionalsierte Bereiche akademischer Bibliotheken sein werden. Der Bericht wurde von der SPARC (Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition) im Namen der Bibliotheken der Purdue University, Georgia Institute of Technology und der University of Utah herausgegeben. Grundlage des Berichts waren umfangreiche Umfragen, detaillierte Fallstudien sowie verschiedene Workshops.

Abgesehen davon, dass das Thema Forschungsdaten bzw. Datenpublikationen vollkommen unterrepräsentiert ist, sind einige der wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung:

  • Bereits mehr als die Hälfte der teilnehmenden Bibliotheken haben oder entwickeln Publikationsdienste.
  • Drei Viertel publizieren Zeitschriften; die meisten davon werden ausschließlich elektronisch veröffentlicht und sind nicht älter als drei Jahre. Darüber hinaus publizieren mehr als die Hälfte Conference Proceedings, Technical Reports oder Monographien.
  • Die Publikationsaktivitäten der überwiegenden Mehrheit der Bibliotheken (fast 90%) wurden initiiert, um einen Beitrag zur Änderung des Systems des wissenschaftlichen Publizierens zu leisten, ergänzt durch andere auftragsbezogene Motivationen.
  • Die Zahl der Mitarbeiter, die sich um verlegerische Belange kümmern, ist durchweg sehr bescheiden.

Nach Angaben der Befragten, sind die drei am meisten benötigten Ressourcen für Planung und Umsetzung eines bibliotheksbasierten Publikationsservices, ein Leitfaden für einen wirtschaftlichen Betrieb, Informationen über Publikationsplattformen sowie beispielhafte Policies und Prozessbeschreibungen.

Press Release: http://www.arl.org/sparc/partnering/11-1101.shtml

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