Parteien zur Qualitätssicherung in der Wissenschaft

In der heutigen Sitzung des Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung werden zwei interessante Anträge zur Qualitätssicherung in der Wissenschaft diskutiert:

  • Antrag der Grünen: „Wissenschaftliche Redlichkeit und die Qualitätssicherung bei Promotionen stärken“ (BT-Drucksache 17/5195).
  • Antrag der SPD „Kampf gegen wissenschaftliches Fehlverhalten aufnehmen – Verantwortung des Bundes für den Ruf des Forschungsstandortes Deutschland wahrnehmen“  (BT-Drucksache 17/5758).

Der Blick in beide Dokumente lohnt sich. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die jüngste Forderung der Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI) nach einer verpflichtenden Open-Access-Publikation von Dissertationen. Agrumentiert wird, dass die freie Zugänglichkeit die Möglichkeiten der Qualitätsicherung deutlich verbessert. Auszug aus der Forderung:

„Das Verfassen einer Dissertation erfordert hohe Präzision beim Formulieren und Gestalten eigener und der Wiedergabe übernommener Daten, Grafiken und Texte. Aus informationswissenschaftlicher Sicht gehört dazu eine deutliche Trennung von eigenen und zitierten Passagen, verbunden mit einer klaren und nachvollziehbaren Quellenangabe. Elementare Bedingungen zur Gewährleistung der Einhaltung dieser Grundsätze sind Offenheit und Nachprüfbarkeit. Dies kann durch eine allgemeine Verpflichtung zu Open-Access-Veröffentlichungen erreicht werden. Damit wird den Möglichkeiten und Versuchungen moderner Kommunikationssysteme (Internet) eine gleichgewichtige Überprüfungsmöglichkeit entgegengesetzt. Open Access ist dann gegeben, wenn weltweit im Internet frei und vollständig wissenschaftliche Qualifizierungsarbeiten digitalisiert zur Verfügung stehen.”

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