Harvard kämpft gegen steigende Zeitschriftenpreise

Die University Harvard, eine der reichsten Hochschulen der Welt, kann die ständig steigenden Kosten für wissenschaftliche Fachzeitschriften nicht mehr stemmen.

Vor dem Hintergrund von Teuerungsraten um 145 % im Laufe der letzten sechs Jahre und Gewinnspannen von 35 % auf Seiten der Wissenschaftsverlage veröffentlichte der Fakultätsrat der Harvard University nun ein “Memorandum on Journal Pricing“. In diesem Statement ist von einer “unhaltbare Situation” die Rede.  Auf diese Situation möchte der Fakultätsrat nun mit einem Neun-Punkte-Plan reagieren.

Handlungsbedarf wird u.a. für Autorinnen und Autoren der Hochschule beschrieben. Diese sollen ihre Publikationen auf dem Open-Access-Repositorium der Hochschule frei zugänglich machen. Weiter wird den Publizierenden empfohlen in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen:

“Consider submitting articles to open-access journals, or to ones that have reasonable, sustainable subscription costs; move prestige to open access”.

Darüber hinaus konstatiert der Fakultätsrat Handlungsbedarf für wissenschaftliche Gesellschaften, die durch die Herausgabe von Journalen auf das Publikationswesen wirken und somit Gestaltungsspielraum haben (z.B. durch die Migration von Subskriptionszeitschriften hin zu Open Access).

Passend zu dieser Entwicklung hat die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Bundestags gestern ihren Zwischenbericht zum Thema “Bildung und Forschung” diskutiert. In diesem Bericht (PDF) wird das Themenfeld Open Access umfassend behandelt.  Dabei werden auch die Open-Access-Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft betrachtet.  Auf Basis dieses Berichts werden nun Handlungsempfehlungen formuliert.

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