Union fordert Verankerung von Open Access in Förderrichtlinien

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat heute in Berlin ein Diskussionspapier zum “Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft“ vorgestellt. In dem Papier wird unter Punkt 6 „Wissenschaftsfreundliches Urheberrecht“ das Thema Open Access aufgegriffen. Dort heißt es:

„Die CDU/CSU-Bundestagfraktion unterstützt Open-Access Veröffentlichungen, die den digitalen Zugriff auf die wissenschaftlichen Veröffentlichungen fördern. Da es Anzeichen für eine marktbeherrschende Stellung von wissenschaftlichen Großverlagen gibt, halten wir eine Überprüfung dieses Marktes durch das Bundeskartellamt für angezeigt. Zudem setzen wir uns für die Verankerung eines verbindlichen Zweitveröffentlichungsrechts in den Förderrichtlinien für Autoren wissenschaftlicher Beiträge im Internet ein. Ziel ist es, dass öffentlich geförderte Forschungsprojekte nicht ausschließlich in Verlagspublikationen veröffentlicht werden. Die Autoren sollen ihre Werke zeitnah auch durch Open Access der Öffentlichkeit zugänglich machen können. Für die Verwirklichung dieses Prinzips setzen wir uns auch auf europäischer Ebene ein.“

Diese Entwicklung kann vor dem Hintergrund der Aktivitäten der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ gesehen werden, die jüngst ihren Zwischenbericht zum Thema „Bildung und Forschung“ veröffentlicht hat. Dieser Bericht (PDF) behandelt das Themenfeld Open Access zu Textpublikationen und Forschungsdaten umfassend und greift auch die Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft auf. Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission zum Thema Open Access werden in Kürze erwartet.

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