Bang for the Buck? Abnehmender Grenznutzen in der Forschungsförderung

In einem kürzlich erschienenen Artikel untersuchen Fortin und Currie, welchen Einfluss die Fördersumme auf die Ergebnisse von Forschungsprojekten hat. Gemessen wird der Erfolg der Projekte am bibliometrischen “Impact” im zweiten bis vierten Jahr nach Ende des Projekts.

Die Untersuchung zeigte, dass es zwischen Förderung und Impact eine (ziemlich variable) Beziehung gibt, in welcher der Impact mit zunehmender Förderung abnimmt. In gewisser Weise kann man hier von einem abnehmenden Grenznutzen sprechen. Die Autoren schreiben:

Impact was generally a decelerating function of funding. Impact per dollar was therefore lower for large grant-holders. This is inconsistent with the hypothesis that larger grants lead to larger discoveries. Further, the impact of researchers who received increases in funding did not predictably increase. We conclude that scientific impact (as reflected by publications) is only weakly limited by funding. We suggest that funding strategies that target diversity, rather than “excellence”, are likely to prove to be more productive.

Insbesondere die Interaktion zwischen Lehre und Forschung wird als förderlich für die Kreativität und damit Innovation der Forschung angesehen. Die Notwendigkeit von einzelnen “Megaprojekten”, wie z.B. dem Human Genome Project wird dabei nicht in Abrede gestellt, dennoch plädieren die Autoren dafür, eher divers als groß zu fördern.

Fortin, J.-M., and D. J. Currie (2013), Big Science vs. Little Science: How Scientific Impact Scales with Funding, PLoS ONE, 8(6), e65263, doi:10.1371/journal.pone.0065263.
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